Mit vielen Auflagen, aber trotzdem glücklich trainieren wir seit dieser Woche wieder in in den Hallen.(:

Es wird zwar noch etwas dauern bis wir uns wieder eingespielt haben, aber das Wichtigste ist, dass es weitergeht! Die Erleichterung war Trainern und Tänzern deutlich anzumerken.  Da einige andere Abteilungen des TSV noch nicht ihren Trainingsbetrieb aufgenommen haben, können wir den Vorteil genießen komplett auf Schwungboden zu trainieren, der ja leider in der Gemeindehalle nicht vorhanden ist. Leider vertrösten müssen wir noch über 20 kleine Schnupperkinder der Bambinis  da leider Zuschauer noch nicht zugelassen sind. Gerade am Anfang bis zur Eingewöhnung ist es doch wichtig Mama oder Papa dabei zu haben. Wir werden also noch einige Tanzfilmchen an unsere kleinen Neulinge versenden.(:

Es hört sich alles einfacher an als es ist! ):  Um endlich unseren Kids und Jugendlichen wieder etwas mehr als nur Videos, Bilder und Onlinetraining anbieten zu können versuchen wir es mit Outdoortraining. Es können sich die wenigsten Leute vorstellen was das alles für ein Aufwand an Planung mit sich bringt. Außerdem ist das alles leider wetterabhängig und somit sind  schon 3 Tainingseinheit  buchstäblich "ins Wasser gefallen". Trotzdem, der O-Ton einer kleinen Tänzerin: "Es ist viel schöner alle  wenigstens wieder richtig sehen zu können" spiegelt die Meinung der meisten unserer Aktiven.

Zum Glück dürfen wir ab nächste Woche in großen Gruppen trainieren und nicht nur in Kleingruppen! :) Und vielleicht klappt es ja auch demnächst mit dem Indoortraining, denn unser Hygienekonzept steht bereits.

Rückblick –„… gehen wir, gestärkt im Selbstbewusstsein und im Teamzusammenhalt sowie nicht zuletzt bereichert an Erfahrung, in alle bevorstehenden Herausforderungen und sind gespannt, was die Saison 2020/2021 für uns bereithält!“ – bei diesem Satz hatte wohl niemand daran gedacht, dass die erste riesige Herausforderung der neuen Saison in Form einer Virus-Pandemie lauert. Zugegeben, als Tanzsportabteilung mit saisonaler Ausrichtung auf die Faschingszeit haben wir ziemlich Schwein gehabt. Zeitlich hätte uns die Pandemie schließlich weitaus schlimmer treffen können, wäre sie nur einige Wochen eher in Europa angekommen – hätte sie uns doch dann um den Höhepunkt der Saison, das Faschingswochenende, gebracht.

Nun hat das Virus zuerst einmal die geplante Trainingspause zwischen alter und neuer Saison von zwei auf vier Wochen ausgedehnt – aber dann! So leicht lassen wir uns nicht unterkriegen! Nachdem uns klar wurde, dass es mit diesen zwei Wochen Verschiebung nicht getan sein würde, mussten wir uns was überlegen. Eine Trainingspause bis in den Mai hinein oder gar noch länger wäre schließlich undenkbar, da sie uns in der sportlichen Entwicklung meilenweit zurückwerfen würde.

Nachdem unsere Kids also zuerst einmal ein ausgeklügeltes Trainingsprogramm mit Übungen für zuhause zugeschickt bekommen haben, sind wir zu Foto-Challenges übergegangen – das ist schließlich ein super Ansporn, um sich trotz fehlender Gruppentrainings fit zu halten. Zweimal pro Woche bekommen wir Trainer jetzt Bilder von unseren Schützlingen. Und das Großartige ist: Wir dürfen nicht nur unsere Tänzerinnen und Tänzer bei dem bewundern, was sie schon vorher konnten – viel besser: Wir dürfen staunend feststellen, was für tolle Trainingsfortschritte unsere Schützlinge sogar alleine schaffen, wenn sie zuhause das fehlende Hallentraining kompensieren.

Damit aber noch nicht genug: wir Trainer bemerken es ja nicht zuletzt an uns selbst, dass uns die Motivation zum Fitnesstraining in dieser außergewöhnlichen Situation vielleicht schon ein bisschen schwerer fällt als bei den regelmäßigen Gruppentrainings in der Halle. Schließlich gibt es einen Grund, warum wir alle mit Leidenschaft eine Teamsportart ausüben und nicht einsam auf einen Halbmarathon trainieren. Und vermissen tun wir unser Team in diesen Zeiten ja sowieso. Deshalb wurde uns irgendwann klar: es muss eine Trainingskompensation im Gruppenmodus her! Nach einigen technischen Tests können wir stolz und glücklich verkünden: ja, Training per Videokonferenz ist möglich! Man nehme eine passable Glasfaserleitung nebst Videochat-Plattform, ein digitales Endgerät seiner Wahl und wenigstens 2-4 Quadratmeter Platz zum Zappeln und los kann’s gehen (ein Glück hat uns diese Pandemie im 21. Jahrhundert getroffen und nicht 20 Jahre eher…).

Am Gründonnerstag startete die Ü 15 erfolgreich ihre erste Trainingsschalte verteilt über die Wohnzimmer, Schlafzimmer und Terrassen des Teams. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist das freilich, aber muss eben das Beste aus der Situation machen. Und ein bisschen cool ist es schon, sich wie ein Agent im Headquarter zu fühlen, wenn man die Mannschaft in Kachelansicht auf dem Flatscreen sieht 😉

Für die kommende Zeit planen wir in unserer regelmäßigen Routine zweimal wöchentlich Video-Training mit Ü15 und Junioren zu machen. Unsere jüngeren Gruppen sowie die Boys bekommen außerdem regelmäßige kleine Videosequenzen per WhatsApp zugesendet, wenngleich wir natürlich alle den Tag herbeisehnen, an dem wir wieder in der Turnhalle miteinander schwitzen dürfen… Bis dahin: Staytuned – united!

Bericht Cathrin Müller

Saisonbericht 2019/2020

Die Saison 2019/2020 ist vorüber – Zeit, Bilanz zu ziehen.

Während im Sommer besonders die Aufsteigerkids mit ihrem Feuerwehr-Tanz einen echte Auftrittstournee auf den Feuerfesten der Umgebung absolviert hatten, starteten wir im Herbst gemeinsam in die gewohnte Showsaison in den Reha-Kliniken in Schwabthal und Bad Staffelstein.

                              

Vor unserer ganz heißen Phase, dem Fasching, kamen wie gewohnt die Turniere. In der vergangenen Kampagne zogen die Ü15, die Junioren, sowie unsere Boys 2 ins Gefecht, um ihr Können zu messen.

Wir starteten in die Turniersaison mit dem BDK-Qualifikationsturnier am 13. Oktober 2019 in Bad Staffelstein. Die Ü15 ging dort mit ihrem Marschtanz an den Start und konnte in neuer Besetzung mit 373 Punkten nahtlos an die Endwertung der vorherigen Saison anknüpfen. Gemessen an der noch jungen Saison nahmen wir dies als zufriedenstellendes Ergebnis mit zurück ins Training und arbeiteten daran, auf dieser Leistung aufzubauen.

Eine Woche später ging mit dem Bus, vollgepackt mit 3 Tanzgruppen, Kostümen, Requisiten und Schlafsäcken Richtung Altötting zum Dance 2 u Contest der Bayerischen Turnerjugend, wo Boys 2, Junioren und Ü15 ihre Showtänze zeigten und das Publikum in Begeisterung versetzten. Nach der Einstufung am Samstag – die Boys 2 wurden der Kategorie Checker Junior, die Junioren der Kategorie Master Junior und die Ü15 der Kategorie Master Senior zugeordnet – wurde abends erst einmal ausgelassen bei der Contest-Party gefeiert. Am Sonntag heizten unsere Gruppen dem Publikum erneut ordentlich ein. Besonders der Ü15-Showtanz „Wer bekommt die letzte Rose?“ kam beim Publikum und bei der Konkurrenz super an. Umso größer war die Enttäuschung, dass es mit der Persiflage des RTL-Showformats „Der Bachelor“ diesmal nicht für einen Treppchenplatz gereicht hatte. Unsere beiden Junior-Teams haben dafür den Pokaltisch abgeräumt: Die Junioren konnten sich mit ihrem Tanz „Plötzlich Dorfkind“, in dem ein eben solches einer ganzen Horde Prinzessinnen mal zeigt, wo es lang geht, erneut den 2. Platz sichern. Den Boys 2 gelang ein Überraschungssieg: Sie überzeugten, wie ihre großen Kameraden von den Boys 1 im Jahr zuvor, die Jury und das Publikum als einzige reine Jungs-Truppe mit ihrer Hip-Hop-Performance und schafften damit den Sprung ganz oben aufs Treppchen der Checker Junior – entsprechend riesig war die Freude im Team und besonders bei den Trainern. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen konnten: auch für die Ü15 sollte die große Stunde des Erfolges noch kommen.

Am 17.11. nämlich bekamen wir die einzigartige Gelegenheit am BDK-Schulungsturnier des Fastnachtverbands Franken in Memmelsdorf zu starten. Wegen der Nähe und dem Teilnahmemodus (nur Gruppen, die noch nicht an BDK-Turnieren teilgenommen oder noch nicht über 410 Punkte erreicht haben) – quasi ein Turnier ohne die deutschen Spitzenreiter, in einer Art 2. Liga mit ebenbürtigen Gegnern – entschieden wir uns, sowohl die Marsch- als auch die Showtänze der Junioren und Ü15 zu zeigen und so viel wie möglich an konstruktivem Feedback abzuholen.

Nach verdeckt erfolgter Wertung wurde hier am Ende die Rangliste verkündet und wir konnten unser Glück kaum fassen: 3 Treppchenplätze bei 4 eigenen Starts! Die Marschtänze schafften es in ihren jeweiligen Altersgruppen jeweils auf den 3. Platz, genauso wie der Ü15-Showtanz. Einzig für den Juniorenshowtanz hatte es hier nicht gereicht. Trotz allem waren Trainer und Tänzer voller Euphorie und schöpften Energie für alle kommenden Wettkämpfe.

             

Auf diese Erfolge folgte wettkampftechnisch leider eine Pechsträhne. Auf dem BDK-Qualifikationsturnier am 3. Dezember in Würzburg konnten wir leider nicht starten – trotzdem hatten wir an dem Tag viel Spaß zusammen und schlossen Freundschaft mit unseren Umkleidekabinen-Mitbewohnern von der Stadtgarde Glückauf Pegnitz.

Bereit, den Rückschlag von Würzburg im neuen Jahr vergessen zu machen, traten wir am 12. Januar in Naila an. Leider kam es erst beim Aufwärmen kurz vor dem Auftritt zu einem verletzungsbedingten Ausfall, weswegen wir nur mit 7 Tänzerinnen auf die Bühne gehen konnten. Die Verunsicherung aufgrund des Ausfalls sah man neben der kurzfristig entstandenen Lücke leider auch unseren Mädels an, weshalb wir leider nicht an unsere in Staffelstein und Memmelsdorf errungenen Fortschritte anknüpfen konnten.

Danach ging es erst einmal in die heiße Vorbereitungsphase für die große Sitzung des Elferrats Breitengüßbach am 1. Februar. An der Sitzung mitwirken durften die Junioren und die Ü15 mit ihren beiden Tänzen – letztere auch als Elferratseskorte – sowie die Boys 1 mit ihrer neuen HipHop-Performance zu „GreasedLightnin‘“ und der Jugend-Showtanz „Mary Poppins und die Schornsteinfeger“. Mit unseren Tänzen durften wir dem Publikum zwischen den Büttenreden ordentlich einheizen.

                                           

Nachdem wir die Teilnahme an der Fränkischen Meisterschaft der Ü15 im Marschtanz verletzungsbedingt absagen mussten, machten wir uns zum Schluss auf in ein tolles Faschingswochenende. Die Bambinis durften  ihren "Turntigertanz" zum Besten geben und die Aufsteigerkids bezauberten mit ihrem "Majatanz". Unser diesjähriges „Tanzpaar“ Birgit und Lukas begeisterten das Publikum, auf kleinster Bühne, beim Seniorenfasching der Gemeinde.

                                                        

Die Jugendgruppe holte die Pinguinfracks der vorletzten Saison nochmal raus und vertrat das United Dance Team beim Faschingsumzug in Oberhaid.

                        
                            

 Die Ü15 durfte dem erwachsenen Faschingsvolk heuer gleich dreimal einheizen: beim Weiberfasching Reckendorf mit dem Marschtanz, bei der Reckendorfer Faschingsgala mit dem Showtanz und, als krönender Abschluss, beim Rosenmontagsball unserer Freunde in Pegnitz. Am Faschingsdienstag setzten wir dann wieder unseren Höhepunkt: nach dem Unteroberndorfer Faschingsumzug, den wir mit unserer neu gegründeten Jugendgarde sowie der Fahnenformation der Junioren bereicherten, pilgerten alle großen und besonders alle kleinen Breitengüßbacher Faschingsnarren in die Hans-Jung-Halle, um bei buntem Treiben den traditionellen Kinderfasching zu feiern.

                           

Neben einem beträchtlichen Mitgliederzuwachs dürfen wir definitiv auf eine erfolgreiche Saison 2019/2020 zurückblicken. Mit den fünf errungenen Pokalen gehen wir, gestärkt im Selbstbewusstsein und im Teamzusammenhalt sowie nicht zuletzt bereichert an Erfahrung, in alle bevorstehenden Herausforderungen und sind gespannt, was die Saison 2020/2021 für uns bereithält!

Bericht Carhrin Müller, Bilder Holger Steinhof und Birgit Schönborn-Herrmann

 Dabei waren der Jugendschautanz mit "Mary Poppins und die Schornsteinfeger", Juniorengarde, Boys 1 mit "Greased Lightnin", Ü15- Tanzsportgarde, Juniorenschautanz mit " Endlich Dorfmädchen" , Ü15- Schautanz mit " Wer bekommt die letzte Rose". Unsere Tänze wurden wieder mit sehr viel Applaus belohnt. Vielen Dank an dieses wunderbare Publikum, das uns auch im Nachhinein mit vielen lobenden Worten belohnt hatte.