Spielbericht zum Spieltag

Herber Rückschlag im Medaillenrennen

Wie in den vergangenen Jahren, gab es auch dieses Mal beim Gastauftritt am Chambtaler Hof gegen den SKK Raindorf für die Bundesligakegler des TSV Breitengüßbach nichts zu holen. Mit einer deutlichen 2:6 Niederlage bei 3608:3752 Gesamtkegeln im Gepäck mussten die Oberfranken am späten Samstagabend die Heimreise antreten und somit wohl auch die Träume eines Medaillenrangs begraben. Dabei hatte man kurz vor Ende des Spiels sogar noch berechtigte Hoffnungen auf das so wichtige Unentschieden…

Vom Start weg wollte man den heimstarken Hausherren möglichst viel Paroli bieten und so schickte Trainer Albert Kirizsan mit Christian Jelitte und Mario Nüßlein gleich zwei seiner Leistungsträger in die Startduelle gegen Milan Svoboda und Christian Schreiner. Doch diese zeigten sich gegen den TSV abermals in freudiger Spiellaune! Sowohl Svoboda mit 156:143 als auch Schreiner mit sehenswerten 176:159 erwischten den deutlich besseren Start in die Partie. Zwar konnte Jelitte auf der Folgebahn mit 160:142 direkt kontern, nebenan musste jedoch Nüßlein mit 140:152 bereits den 0:2 Rückstand hinnehmen. Obwohl ihm mit 155:150 noch der Anschluss gelang, war es im Schlusssatz der Raindorfer Routinier, der erneut stolze 175 Kegel auf die Anzeige brachte und einem konsternierten Nüßlein (137) somit keinerlei Angriffsfläche mehr bot. Mit dem Tagesbestwert von beeindruckenden 653:591 ging der erste MP verdient an die Hausherren. Nebenan entwickelte sich eine weiterhin brisantes und hochklassiges Duell, denn erneut ging auch Svoboda nach starken 177:160 im Dauerduell mit Jelitte wieder in Führung doch der Güßbacher steckte nicht auf, kämpfte sich Wurf um Wurf heran und schaffte im Abräumen durch clevere Anwürfe doch noch mit 168:147 am tschechischen Nationalspieler vorbei zu ziehen. Der erste Duellerfolg der Schwarz-Gelben war mit dem Tagesbestwert des TSV von 631:622 Kegeln doch noch gerettet!

Trotz deutlichem Kegelrückstand (-53) konzentrierte man sich im Lager der Gäste weiterhin auf die wichtigen Einzelduellerfolge für eine notwendiges Unentschieden. So lag es nun an Miroslav Jelinek und Marco Scheuring im Mittelpaar weiteren Druck aufzubauen. Doch bei Jelinek wollte, wie bereits in den Vorwochen, einfach nichts zusammen kommen. Nach enttäuschenden 126:163 zum Auftakt gegen Manuel Lallinger reagierte man sofort und brachte Kapitän Tobias Stark in die Partie. Dieser fand zunächst gut in sein Duell, doch durch kleine Unachtsamkeiten im Abräumspiel hatte er mit 144:154 erneut das Nachsehen. Im dritten Durchgang schien die Tür erneut offen, da Lallinger zunehmend Probleme mit seinem Spiel bekam, doch auch hier war konnte Stark die Chancen nicht nutzen und gab nach Führung sogar noch bei 142:143 unnötig knapp den dritten SP zur Vorentscheidung im Duell ab. Zwar brachte er das Gesamtresultat nach dem verkorksten Start noch auf anschauliche 563 Kegel, der zweite MP der Hausherren war jedoch dank der starken Leistung von Lallinger (633) längst besiegelt! Die Hoffnung ruhte auf dem Duell der Youngster, in dem Michael Kotal zunächst mit 149:142 den besseren Start erwischte. Doch mit guten 158:143 und 153:142 drehte Scheuring sein Duell zunächst und konnte trotz der 151:160 Niederlage im Schlusssatz das ausgeglichene Match mit 604:594 für sich entscheiden. So bestand trotz weiterhin stark angewachsenem Rückstand (-113) noch immer die Chance auf einen Punkt.

Keine leichte Aufgabe jedoch für Christian Rennert und Robin Parkan, denn mit Lokalmatador Alexander Raab und Nationalspieler Daniel Schmid standen zwei weitere Prüfsteine vor dem TSV- Schlusspaar. Doch Rennert machte seinen Job gewohnt gut und ging denkbar knapp mit 151:150 zum Auftakt in Front. Doch wie seine Teamkollegen spielte auch Raab entfesselt auf und konterte sofort mit 165:149. Trotz gutem Spiel hatte währenddessen Parkan (157) keine Chance gegen die Traumbahn von Schmid (181) zum Auftakt und auch die Folgebahn ging mit 157:135 mehr als deutlich an die Gastgeber, sodass nach 60 Wurf der Traum vom Unentschieden in weite Ferne gerückt war! Dieser keimte aber wieder auf, als Parkan auf der dritten Bahn die Schwächephase von Schmid (130) eiskalt ausnutzte und mit eigenen 157 Kegeln wieder nah heran kam. Doch erneut war es Raab, der mit fulminanten 172:158 gegen Rennert die Euphorie der Gäste in Zaum hielt und die Aufgabe weiter erschwerte! Doch die TSVler steckten nicht auf, Parkan holte mit 109:90 ins Volle weiterhin mächtig auf und auch Rennert war mit 104:97 wieder näher auf Schlagdistanz. Doch der unermüdliche 9er Schlag der Hausherren sollte auch im letzten Abräumen bestehen bleiben und so waren die TSVler, egal was sie auch versuchten, machtlos die schmerzhafte Niederlage doch noch abzuwenden. Rennert beendete seine Partie mit erneut guten 616 Kegeln, war aber dem stark aufspielenden Raab (638) dennoch bei 2:2 SP unterlegen. Auch Parkans unermüdliche Aufholjagd wurde am Ende mit 603:612 nicht mehr ganz belohnt, sodass Schmid sich über die Ziellinie rettete und den 6:2 Heimerfolg bei 3752:3608 Gesamtkegeln für die Raindorfer perfekt machte.

Spielstatistik:

SKK Raindorf                      TSV  Breitengüßbach          SP                   Kegel              MP

Milan Svoboda                       Christian Jelitte                      2 : 2                 622 : 631         0 : 1

Christian Schreiner                 Mario Nüßlein                        3 : 1                 653 : 591         1 : 1

Manuel Lallinger                    M. Jelinek / T. Stark              4 : 0                 633 : 563         2 : 1

Michael Kotal                        Marco Scheuring                    2 : 2                 594 : 604         2 : 2

Alexander Raab                     Christian Rennert                   2 : 2                 638 : 616         3 : 2

Daniel Schmid                       Robin Parkan                          2 : 2                 612 : 603         4 : 2

GESAMT:                                                                          15 : 9              3752 : 3608      6 : 2

 


 Vorbericht zum Spieltag

Wochen der Wahrheit starten in der Oberpfalz

Am 16. Spieltag gastieren die Bundesligakegler vom TSV Breitengüßbach bei den Chambtalkeglern des SKK Raindorf. Damit erwartet die Oberfranken eines der heimstärksten Teams der Liga, eine äußerst unangenehme und schwierige Aufgabe in der Oberpfalz im weiterhin immens spannenden Kampf um die verbleibenden Medaillenränge der Liga…

Im Hinspiel lieferte der TSV eines seiner besten Heimspiele der laufenden Runde ab und sicherte sich dadurch ungefährdet einen klaren 7:1 Erfolg mit 3837:3666 Gesamtkegeln. Am Chambtaler Hof werden die Vorzeichen jedoch ganz anders stehen und so hofft man im Lager der Schwarz-Gelben darauf, dass sich das Rückspiel nicht eben so deutlich für die heimstarken Raindorfer entwickelt und wird versuchen der Schreiner Truppe möglichst viel Paroli zu bieten, denn schon ein Unentschieden würde den Oberfranken im Kampf um die Platzierungen sehr gut ins Gepäck passen.

Dazu muss man allerdings die richtige taktische Aufstellung finden, was Trainer Albert Kirizsan bei den vielseitigen Spielern des SKK Probleme bereiten könnte. Getragen wird das Team zu Hause ganz klar von Nationalspieler Daniel Schmid, der mit einem Heimschnitt von 645 Kegeln dieses Jahr die unangefochtene Nummer 1 im Team von Elmar Diermeier ist und auch ihr Neuzugang Manuel Lallinger (624) scheint sich am Chamtaler Hof schnell zurecht gefunden zu haben. Aber auch alle anderen Spieler um die Routiniers Christian Schreiner (610), Alexander Raab (617) und dem tschechischen Nationalspielerduo Milan Svoboda (611) und Michael Kotal (600) zeigen immer wieder mehr als ansprechende Leistungen, was das Gesamtresultat der Raindorfer regelmäßig im Bereich der 3700 landen lässt, eine sportliche Herausforderung für alle Gäste die an den Chambtaler Hof reisen!

Nichtsdestotrotz wollen die Güßbacher zum ersten Mal auch aus der Oberpfalz etwas Zählbares mit nach Hause nehmen, denn im Laufe der Saison gelang es dem Team von Betreuer Michael Paulus auch bereits die Partien in Hirschau, Lorsch, Amberg und Schwabsberg siegreich zu gestalten, warum soll es dann nicht auch einmal in Raindorf funktionieren, das Selbstbewusstsein des Tabellenzweiten scheint jedenfalls größer den je zuvor…