IMG 6135 Teamfoto gelb

Der TSV Tröster Breitengüßbach verliert denkbar knapp mit 68:70 beim VfL Treuchtlingen vor 500 Zuschauern in der Senefelder Schule. 

 

Eine Woche nach dem Heimsieg über Vilsbiburg mussten die Regionalliga-Basketballer zum VfL Treuchtlingen reisen und wollten dort seit einer Ewigkeit mal wieder etwas Zählbares mitnehmen. Dabei musste Headcoach Johannes Laub auf den erkrankten Henning Nieslon verzichten. Von Beginn an entwickelte sich eine spannende Partie, die von der Physis und Intensität beider Abwehrreihen geprägt wurde. So hatten die Offensiven am Anfang enorme Probleme einen Rhythmus zu finden. Dass sich im ersten Viertel keine Mannschaft absetzen konnte, war die logische Folge. Während für die Hausherren vor allem Geiselsöder, Wörrlein und Schmoll erfolgreich waren, konnten Jörg Dippold, Engel und Land für den TSV ihre Würfe versenken. So stand es nach dem ersten Viertel 17:16 für die Mittelfranken.

Auch im zweiten Spielabschnitt änderte sich wenig. Der TSV Tröster hatte mit der Verteidigung des VfL große Probleme, da sie vor allem Topscorrer Land sehr gut im Griff hatten und ihn nicht zur Entfaltung kommen ließen. Außerdem machten die Treuchtlinger die Zone dicht, sodass Breitengüßbach nur Dreier gestattet bekam, die leider nicht hochprozentig verwandelt wurden. Zwar punkteten Engel, Jörg & Dirk Dippold für die Gelbschwarzen, doch Treuchtlingen hatte durch Stecher, Wörrlein, Geiselsöder, Beierlein und Schmoll immer die passende Antwort parat und baute den Vorsprung zur Halbzeit auf 41:37 aus.

Im dritten Viertel hatte Breitengüßbach in der Offensive gar keinen Rhythmus. So leistete man sich etliche Ballverluste und schoss viele Fahrkarten, wodurch Treuchtlingen oftmals zu einfachen Punkten durch Fastbreaks bzw. Überzahlspiel kam. So baute der VfL seinen Vorsprung durch Schmoll, Geiselsöder und Wörrlein immer weiter aus. Doch Breitengüßbach zeigte gegen Ende der dritten zehn Spielminuten nochmal Moral und sorgte dafür, dass der Rückstand nicht weiter anwuchs. So ging es beim Stand von 62:49 für die Hausherren in die Viertelpause.

Im Schlussabschnitt dann ein völlig anderes Bild. Die Oberfranken schalteten in den Kampfmodus und wollten das verloren geglaubte Spiel noch drehen. Grundlage für die Aufholjagd war die sehr intensive und physische Defensive, die den Gastgebern in den letzten zehn Spielminuten nur acht Punkte gestattete. Dadurch konnte die Tröster-Truppe Fastbreaks laufen und einfache Punkte erzielen. Angeführt von Jörg Dippold und Engel kämpfte sich Breitengüßbach Punkt für Punkt heran und glich das Spiel kurz vor dem Ende sogar aus. Doch Schmoll traf wenige Sekunden vor der Schlusssirene einen Wurf zum 70:68. Der letzte Versuch des TSV fand leider nicht in den Weg in den Korb, sodass der VfL am Ende glücklich gewann. Mit einem Sieg hätte man nochmal Spannung in den Kampf um den Meistertitel bringen können, da auch Ansbach überraschend in Vilsbiburg verlor. So bleiben die Güßbacher weiterhin Zweiter in der Tabelle, sind aber nun punktgleich mit dem Dritten Schwabing.

Breitengüßbach: J. Dippold (21/1 Dreier), Engel (16/3), Land (9), D. Dippold (7/2), Wagner (6), Fuchs (4), Hubatschek (3), Klaus (2), Pflaum, Reichmann, Schröder, Will